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David Wright O'Brien - Die sonderbare Wandlung des Mr. Lane (1942)

  O’Brien - Die sonderbare Wandlung des Mr. Lane Link zum Original:  The Case of Jonathan Lane   Als ich meine Augen öffnete, verwirrt auf die rissige, vergilbte Decke über mir starrte und meinen schmerzenden Kopf zur Seite drehte, um die verwahrloste Umgebung des kleinen Zimmers zu betrachten, machte mir mein sechster Sinn sofort klar, dass dies kein Traum war. Ich warf die grobe Decke rasch beiseite und setzte mich ungläubig auf, wobei ich mich mit beiden Händen am rostigen Rahmen eines heruntergekommenen Eisenbetts festkrallte. Der Schweiß stand mir auf der Stirn, und mein Herz hämmerte in unerklärlicher Erregung. Ich fühlte mich irgendwie … Schwer zu sagen. Als wäre ich mir selbst fremd. Eine Hochbahn ratterte hinter den rußverschmierten Fenstern vorbei und erschütterte das hässliche Gebäude in seinen Grundfesten, so dass das Bett, auf dem ich saß, protestierend quietschte. Endlich stand ich auf und ging benommen zum Waschtisch in der Ecke. Es gab nur ein...
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Sapper - Das Götzenauge (1930)

  Herman C. McNeile Das Auge des Götzen Lin k zum Original:   The Finger of Fate and Other Stories I „Also ich persönlich glaube nicht, dass an der ganzen Sache auch nur ein Fünkchen Wahrheit dran ist“, betonte Fenton stur. „Diese ganzes mysteriöse Trara wurde von hysterischen alten Frauen in die Welt gesetzt und von professionellen Schurken am Leben erhalten, die sich auf Kosten von Dummköpfen die Taschen füllen.“ Er trank seinen Portwein aus und warf einen finsteren Blick über den Tisch, als wollte er jeden dazu herausfordern, seine Behauptung anzufechten. „Ich hatte eine schräge alte Tante“, fuhr er fort und streckte sein markantes Gesicht vor, „die vor zwei oder drei Jahren ein Haus in der Nähe von Camberley gekauft hat. Ein bewundernswertes Haus: genau das Richtige für die alte Dame. Ein spezielles Zimmer nach Süden für die Kanarienvögel und Papageien und all dieses Zeug.“ Er gönnte sich ein weiteres Glas Portwein. “Sie war noch keine zwei Wochen d...

Edith Nesbit – No.17 (1910)

  Link zum Original:  Number 17 I. Ich gähnte. Ich konnte es nicht verhindern. Aber die monotone, unerbittliche Stimme fuhr fort. „ Vom journalistischen Standpunkt aus – und ich weiß, wovon ich rede, meine Herren, schließlich war ich mal Anzeigenredakteur des Bradford-Wollwaren-Journals – vom journalistischen Standpunkt aus bin ich der Meinung, dass die besten Geistergeschichten eigentlich immer wieder dasselbe beschreiben. Wenn ich meinen Job aufgeben und eine literarische Karriere einschlagen würde, dann wäre das Geisterthema für mich tabu. Heutzutage ist Realismus gefragt, wenn man auf der Höhe der Zeit sein will!“ Der fette Geschäftsmann holte tief Luft. „ Beim Publikum weiß man nie, was ankommt“, meinte ein hagerer, ältere Reisender, „das ist wie in der Modebranche. Man weiß nie, was einschlägt. Ob es sich nun um einen mechanischen Vogel Strauß handelt oder um Sometit-Seide oder um eine besondere Form von getöntem Glas oder um eine Tabakdose, die wie ein rohes K...